Naturpark Drei Zinnen

Studien und Erhebungen

Studien und Erhebungen
Rhätischer Alpenmohn

Naturparks sind großräumige Gebiete mit einer weitgehend intakten Natur- und Kulturlandschaft, vielfältigen Lebensräumen und einer reichen Flora und Fauna. In ihnen finden sich geologische Besonderheiten und die unterschiedlichsten Landschaftsformen. Aus diesem Grund sind sie auch von besonderem wissenschaftlichem Interesse.

Um eine naturverträgliche Nutzung dieser Gebiete langfristig zu gewährleisten, ist es wichtig, durch Forschungen und Erhebungen die Kenntnisse über dieselben zu vertiefen.

Die touristische Nutzung im Naturpark Drei Zinnen

Die touristische Nutzung im Naturpark Drei Zinnen
Wanderer im Naturpark Drei Zinnen

In den Jahren 1990 und 1991 hat das Institut isafa – comunicazioni di ricerca (Istituto sperimentale per l’assestamento forestale e per l’agricoltura) aus Villazzano (TN) im Naturpark Drei Zinnen eine Besucherzählung und -befragung durchgeführt. Ziel dieser Erhebung war eine detaillierte Analyse der touristischen Nutzung des Schutzgebietes, wobei zum einen Daten zu den effektiven Besucherzahlen und -strömen im Naturpark und zum anderen das Verhalten beziehungsweise die Aktivitäten der Besucher und deren Meinung bezüglich Naturpark und dessen Angebot erfasst wurden. In leicht abgeänderter Form wurde die Studie im Jahr 2008 vom Meinungsforschungsinstitut apollis aus Bozen wiederholt.

Die potentielle und aktuelle Verbreitung von Schnee-, Stein-, und Birkhuhn im Naturpark Drei Zinnen und die Eignung des Naturparks als Auerhuhnhabitat

Die potentielle und aktuelle Verbreitung von Schnee-, Stein-, und Birkhuhn im Naturpark Drei Zinnen und die Eignung des Naturparks als Auerhuhnhabitat
Schneehuhn

Von 1998 bis 2001 haben Dr. Rainer Ploner und Dr. Lothar Gerstgrasser im Auftrag des Amtes für Naturparke eine Studie über die Raufußhühner und das Steinhuhn im Naturpark Drei Zinnen durchgeführt. Dabei wurden die potentiell geeigneten Lebensräume für die oberhalb der Waldgrenze vorkommenden Raufußhühnerarten sowie das Steinhuhn genauer untersucht und kartografisch festgehalten. Durch indirekte Nachweise sowie Befragungen ortskundiger Personen und Stichprobenkontrollen mit Vorstehhunden wurde die tatsächliche Verbreitung der verschiedenen Arten erhoben und mit den potentiellen Angaben verglichen. Außerdem wurden die Wälder des Naturparks genauer auf ihre Eignung als Auerhuhnhabitat untersucht. Die gewonnenen Ergebnisse aus den potentiellen und aktuellen Verbreitungskarten können bei der Bewertung von Eingriffen im Naturpark eine wichtige Entscheidungshilfe darstellen.