Saisonaler Naturschutzdienst

 Schutzgebietsbetreuer

Jedes Jahr sind in den Südtiroler Naturparks in den Monaten Juli, August und September Personen für den saisonalen Naturschutzdienst im Einsatz. Gerade während der Hochsaison mit ihrem starken Besucherdruck ist ein konstanter Informations- und Sensibilisierungsdienst unmittelbar vor Ort, also in den Naturparks selbst, ein wichtiger Beitrag zur Naturpark- und Umweltbildung.

Hauptaufgabe der saisonalen Naturparkbetreuer ist es, die Besucher an den Hauptzugängen des Naturparks auf die Ziele des Schutzgebietes aufmerksam zu machen und zu mehr Verständnis für Natur und Umwelt anzuregen. Sie sind Ansprechpartner für Fragen im Zusammenhang mit dem Naturpark, informieren über Besonderheiten und sensibilisieren für ein naturverträgliches Verhalten.

... Naturparkbetreuer
2017

Zum saisonalen Naturschutzdienst können sich naturinteressierte Personen mit vollendetem 18. Lebensjahr bewerben, die über tief reichende naturkundliche Kenntnisse, fundiertes Wissen zu Natur- und Landschaftsschutz in Südtirol, pädagogisches Talent verfügen und kontaktfreudig sind.

Kriterien für die Aufnahme in den Dienst sind der Zwei- bzw. Dreisprachigkeitsnachweis C. Als Mindestvoraussetzung in der Berufsausbildung gilt der Mittelschulabschluss und eine abgeschlossene Lehre mit Gesellenbrief oder der Abschluss einer 2-jährigen Oberschule. Alle Kandidaten, welche die Grundvoraussetzungen erfüllen, müssen sich einem mündlichen Test unterziehen, bei dem die gewünschten Eigenschaften geprüft werden.

Die Bewerbung für die Aufnahme in den Dienst erfolgt schriftlich bis spätestens 12.00 Uhr innerhalb des 27.02.2017 beim Amt für Naturparke, Rittner Straße 4, 39100 Bozen, Tel.: 0471 417770. Es gilt der Poststempel.

Die auszufüllenden Gesuchsformulare für die Aufnahme von saisonalem Personal in den Naturschutzdienst können auf dieser Internetseite herunter geladen werden. Sie liegen weiters im Amt für Naturparke in Bozen, in der Außenstelle in Meran, Sandplatz 10, Tel.: 0473 252255, in der Außenstelle in Bruneck, Rathausplatz 10, Tel.: 0474 582330, in der Dienststelle St. Vigil in Enneberg, Catarina Lanz - Straße 96, Tel.: 0474 506120 und in der Dienststelle Welsberg, Maria am Rainweg 10/A,Tel.: 0474 947360 auf.

Voraussichtliche Prüfungstermine: 28.03. und 29.03.2017

Nach bestandener Prüfung ist die Teilnahme an dem vom Amt für Naturparke organisierten Ausbildungskurs Voraussetzung für die Aufnahme in den Dienst. Dieser Kurs findet in zwei Blöcken im Mai und im Juni statt. Der Dienst wird in den Monaten Juli, August und September geleistet.

Voraussichtlicher Termin für den verpflichtenden Ausbildungskurs: 25. bis 26.05. und 29.05. bis 01.06.2017

 

Ergebnisse der Aufnahmegespräche

 

Aufgabenbereiche im saisonalen Naturschutzdienst

1. Aufgabe: Die Akzeptanz und Unterstützung durch die lokale Bevölkerung und Nutzer fördern

als Ansprechpartner dienen in naturschutz- und schutzgebietsrelevanten Fragen:

  • über die Führung und Pflege der privaten Flächen im Schutzgebiet informieren (Beweidung, Düngung, Mahd usw.);
  • die Schutzgebietsverordnung erklären;
  • Informationen über die Schutzgebietsziele erteilen;
  • zu aktiver Mitarbeit im Naturschutz anregen;
  • Naturbeobachtungen seitens der Einheimischen/Nutzer registrieren;
  • den Informationsfluss zwischen Einheimischen und Behörde steigern;

2. Aufgabe: Besucher betreuen

bei Informations- und Bildungsarbeit mitwirken, in Besuchereinrichtungen und vor Ort beraten:

  • bei der Betreuung der Informationszentren und Naturparkhäuser mithelfen;
  • Führungen zu bestimmten Themen abhalten;
  • bei der Ausarbeitung und Organisation von Veranstaltungen mitarbeiten;
  • Lehrpfade betreuen;
  • Projekttage organisieren;
  • Besucher zu einem angemessenen Verhalten im Park anregen (z.B. Geschwindigkeit, Sammelverbote, Wege nicht verlassen usw.);

bei der Öffentlichkeitsarbeit mitwirken bzw. beraten:

  • bei der Erstellung von Informationsmaterialien mithelfen;
  • Informationsmaterialien verteilen;

3. Aufgabe: Erhaltung und Pflege des Schutzgebietes

  • Gefährdungen erkennen und beobachten (wenn möglich Gefahrenstellen beseitigen);
  • Wanderwege auf Sicherheit, Sauberkeit und Funktionsfähigkeit hin überprüfen;
  • Besuchereinrichtungen auf Sicherheit, Sauberkeit und Funktionsfähigkeit hin überprüfen;
  • Beschilderungsmängel melden;
  • bei Forschungsprojekten mitarbeiten (z. B. Datenerhebung für wissenschaftliche Studien);
  • bei Erfassungen mitarbeiten (Besucherzählung, -befragung, Verkehrszählung)