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Neues Naturparkhaus Texelgruppe vor Fertigstellung

Die Bauarbeiten für das neue Naturparkhaus Texelgruppe in Naturns sind nahezu abgeschlossen. Heute (6. Mai) haben die Landesräte Bessone und Hochgruber Kuenzer einen Ortsaugenschein durchgeführt.

Die Naturparkhäuser der sieben Südtiroler Naturparks sind wichtige Informationspunkte für Besucherinnen und Besucher. In Naturns wird das neue Naturparkhaus in Zukunft diese Rolle für den Naturpark Texelgruppe übernehmen und das seit 1992 bestehende Besucherzentrum in der Mittelschule ersetzen. Es wird von der Gemeinde Naturns errichtet, die es dem Land Südtirol zur Verfügung stellt. Im Vorfeld hatte die Landesregierung im April 2020 die kostenlose Übertragung eines rund 3500 Quadratmeter großen Grundstücks an die Gemeinde Naturns genehmigt.

Heute (6. Mai) machten sich Hochbau- und Vermögenslandesrat Massimo Bessone und die Landesrätin für Raumentwicklung, Landschaft und Denkmalschutz, Maria Hochgruber Kuenzer, bei einer gemeinsamen Besichtigung ein Bild vom künftigen Haus, der geplanten Einrichtung und dem Zeitplan für die Fertigstellung.

Hauptaufgabe Umweltbildung

Wie Landesrätin Hochgruber Kuenzer betonte, habe sich das Ausstellungskonzept grundlegend geändert. "1976, als der Naturpark Texelgruppe eingerichtet wurde, ging es vor allem darum, auf die Besonderheiten von Flora und Fauna hinzuweisen. Heute hingegen hat sich der Bezug der Menschen zur Natur grundlegend geändert. Es gilt, Touristen wie Einheimischen ein rücksichtsvolles und verantwortungsbewusstes Verhalten in der Natur nahezubringen."

Dass die Sensibilisierung der Naturparkbesucher von großer Wichtigkeit ist, unterstreicht auch Landesrat Bessone. "Durch die Finanzierung des gesamten Museumskonzepts konnten wir einen Beitrag zur Realisierung des Besucherzentrums leisten", erklärte Bessone, der darauf hinwies, dass Bau und Einrichtung des neuen Naturparkhauses mit großem Einsatz und großer handwerklicher Qualität von heimischen Betrieben ausgeführt werden.

600 Quadratmeter Ausstellungsfläche

Beim neuen Besucherzentrum handelt sich um ein modernes und großzügig angelegtes, zweigeschossiges Gebäude. Die Ausstellungsfläche wird rund 600 Quadratmeter umfassen. Sie bietet Platz für die Dauerausstellung zum Thema Geologie, Flora und Fauna des Naturparks, Gletscher und Kulturlandschaft sowie zum Unesco-Weltkulturerbe Transhumanz ebenso wie für Sonderausstellungen. Weiters gibt es ein weitläufiges Foyer mit Infotafeln und Garderobe, eine Kreativwerkstatt für Kinder und einen Konferenzsaal. Der Außenbereich mit kleinen Biotopen und Naturräumen wird noch in diesem Jahr eingerichtet und künftig in die Tätigkeit des Haues eingebunden. Wie ein roter Faden zieht sich das Thema Wasser durch das Besucherzentrum, von der Quelle über die Wasserwaale bis zur Teichvegetation. Das Ausstellungskonzept wurde vom Landesamt für Natur koordiniert.

Beim Lokalaugenschein waren auch Gemeindevertretende, Planer und Kuratoren der Ausstellung sowie Mitarbeitende der Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung und der Landesabteilung Hochbau und technischer Dienst anwesend.


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ic/mpi