Saisonaler Naturschutzdienst

 Schutzgebietsbetreuer

Jedes Jahr sind in den Südtiroler Naturparks in den Monaten Juli, August und September Personen für den saisonalen Naturschutzdienst im Einsatz. Gerade während der Hochsaison mit ihrem starken Besucherdruck ist ein konstanter Informations- und Sensibilisierungsdienst unmittelbar vor Ort, also in den Naturparks selbst, ein wichtiger Beitrag zur Naturpark- und Umweltbildung.

Hauptaufgabe der saisonalen Naturparkbetreuer ist es, die Besucher an den Hauptzugängen des Naturparks auf die Ziele des Schutzgebietes aufmerksam zu machen und zu mehr Verständnis für Natur und Umwelt anzuregen. Sie sind Ansprechpartner für Fragen im Zusammenhang mit dem Naturpark, informieren über Besonderheiten und sensibilisieren für ein naturverträgliches Verhalten.

... Naturparkbetreuer

Zum saisonalen Naturschutzdienst können sich naturinteressierte Personen bewerben, die über naturkundliche Kenntnisse, fundiertes Wissen zum Natur- und Landschaftsschutz in Südtirol sowie über pädagogisches Talent verfügen und kontaktfreudig sind.

Zugangsvoraussetzungen:
- vollendetes 18. Lebensjahr
- Zwei- bzw. Dreisprachigkeitsnachweis B1 (ex C)
- Mindestvoraussetzung: Mittelschulabschluss und abgeschlossene Lehre mit Gesellenbrief oder Bestätigung über den Besuch einer Oberschule für mindestens 2 Jahre

Antragstellung: innerhalb 06.03.2019, 12.00 Uhr
Die Antragstellung erfolgt über den Online-Dienst mit aktivierter Bürgerkarte oder SPID unter folgendem link: http://www.provinz.bz.it/de/dienstleistungen-a-z.asp?bnsv_svid=1034044

Wer keinen digitalen Zugang besitzt kann mit dem Gesuchformular ansuchen, welches auf dieser Internetseite heruntergeladen werden kann. Die Unterlagen sind in diesem Fall beim Amt für Naturparke, Rittner Straße 4, 39100 Bozen, Tel. 0471 417770, innerhalb des oben genannten Termines einzureichen. Falls das Gesuch per Post verschickt wird, gilt der Datums- und Uhrzeitstempel des Annahmepostamtes.

Alle Bewerber/innen, welche die erforderlichen Voraussetzungen erfüllen, müssen sich einem mündlichen Prüfungsgespräch unterziehen.
Voraussichtlicher Termin und Ort: 26.03.
und 27.03.2019, Sitz des Amtes für Naturparke, Rittnerstraße 4, Bozen. Die Uhrzeiten werden ausschließlich auf dieser Internetseite veröffentlicht.

Nach bestandener Prüfung ist die Teilnahme an dem vom Amt für Naturparke organisierten Ausbildungskurs verpflichtend für die Aufnahme in den Dienst. 
Voraussichtlicher Termin: 30.05. bis 31.05.2019 und 03.06. bis 06.06.2019.

Aufgabenbereiche im saisonalen Naturschutzdienst

1. Aufgabe: Die Akzeptanz und Unterstützung durch die lokale Bevölkerung und Nutzer fördern

als Ansprechpartner dienen in naturschutz- und schutzgebietsrelevanten Fragen:

  • über die Führung und Pflege der privaten Flächen im Schutzgebiet informieren (Beweidung, Düngung, Mahd usw.);
  • die Schutzgebietsverordnung erklären;
  • Informationen über die Schutzgebietsziele erteilen;
  • zu aktiver Mitarbeit im Naturschutz anregen;
  • Naturbeobachtungen seitens der Einheimischen/Nutzer registrieren;
  • den Informationsfluss zwischen Einheimischen und Behörde steigern;

2. Aufgabe: Besucher betreuen

bei Informations- und Bildungsarbeit mitwirken, in Besuchereinrichtungen und vor Ort beraten:

  • bei der Betreuung der Informationszentren und Naturparkhäuser mithelfen;
  • Führungen zu bestimmten Themen abhalten;
  • bei der Ausarbeitung und Organisation von Veranstaltungen mitarbeiten;
  • Lehrpfade betreuen;
  • Projekttage organisieren;
  • Besucher zu einem angemessenen Verhalten im Park anregen (z.B. Geschwindigkeit, Sammelverbote, Wege nicht verlassen usw.);

bei der Öffentlichkeitsarbeit mitwirken bzw. beraten:

  • bei der Erstellung von Informationsmaterialien mithelfen;
  • Informationsmaterialien verteilen;

3. Aufgabe: Erhaltung und Pflege des Schutzgebietes

  • Gefährdungen erkennen und beobachten (wenn möglich Gefahrenstellen beseitigen);
  • Wanderwege auf Sicherheit, Sauberkeit und Funktionsfähigkeit hin überprüfen;
  • Besuchereinrichtungen auf Sicherheit, Sauberkeit und Funktionsfähigkeit hin überprüfen;
  • Beschilderungsmängel melden;
  • bei Forschungsprojekten mitarbeiten (z. B. Datenerhebung für wissenschaftliche Studien);
  • bei Erfassungen mitarbeiten (Besucherzählung, -befragung, Verkehrszählung)