Naturerlebniswege
Natur und Landschaft mit allen Sinnen genießen, Lebensräume kennen lernen und den Blick für die Besonderheiten in unserer Umgebung schärfen. So lautet das Motto unserer Naturerlebniswege, die den Menschen Natur und Landschaft näher bringen möchten.
Nachfolgend findest Du Informationen zu den Naturerlebniswegen in den sieben Südtiroler Naturparks.
Naturpark Schlern-Rosengarten
Der Geologensteig bei Seis zieht zu Recht jedes Jahr Geologen und Geologinnen aus aller Welt an. Sie sind fasziniert und begeistert von den Steinen entlang des Frötschbaches. Wir wollen an 5 Standorten erklären, was diese Begeisterung auslöst. Die Wanderung ist angenehm und führt landschaftlich großartig auf die Seiser Alm. Folgen Sie der Geologie, sie führt Sie nicht nur zu phantastischen Steinen, sondern auch an wunderschöne Plätze!
Kurz vorweg: Die Wanderung führt am Fuße ehemaliger Riffe zu Steinen, die in einem warmen, tropischen Meer entstanden sind. Stolpern Sie nicht über Fossilienkalke, die selbst schon vor ewigen Zeiten abgerutscht sind. Geologen und Geologinnen besteigen nicht nur Berge, sie wandern vielmehr durch Raum und Zeit. Dabei durchschreiten sie mit Dinosauriern bevölkerte Vulkanlandschaften und spazieren entlang von tropischen Sandstränden!
Der Weg führt von Bad Ratzes in Richtung Prossliner Schwaige, Schlernbödelehütte und zurück zum Ausgangspunkt. Dabei kann man die verschiedenen Gesteinsschichten bestaunen und so die Entstehung der Dolomiten nachvollziehen.
Weglänge: 9,5 Kilometer
Reine Gehzeit: 3,5 Stunden
Weitere Informationen über den Naturerlebnisweg "Geologensteig" findest Du
- zum Herunterladen oder
- zum Nachlesen auf ISSUU
Der Oswald von Wolkenstein-Weg mit seinen 15 Stationen ist ein erlebnisreicher Rundweg durch den Naturpark Schlern-Rosengarten. Insbesondere ist er für Naturliebhaber und Familien mit Kindern geeignet. Sagen, Geschichten und Mythen werden kurzweilig erlebbar gemacht. Der Hauensteiner Wald mit seinen zwei Ruinen ist dabei Beispiel für die jahrhundertealte Beziehung zwischen Mensch und Natur. Er lässt nachvollziehen, warum wir unsere Kulturlandschaft als kostbares Gut vermehrt schätzen und schützen sollten.
Der beste Ausgangspunkt für den Rundweg befindet sich beim Parkplatz der Umlaufbahn Seis – Seiser Alm. Von hier aus begibt man sich zuerst Richtung Hotel Salegg und dann weiter auf dem eigentlichen Weg.
Weglänge: ca. 4,5 Kilometer
Höhenmeter: 280 m
Reine Gehzeit: ca. 1 Stunde
Achtung: nicht für Kinderwagen geeignet
Informationsflyer Themenweg Oswald von Wolkenstein
Naturpark Texelgruppe
Der Almerlebnisweg befindet sich im Pfossental in Schnals, im Naturpark Texelgruppe. Er soll dem Besucher die einzigartige Natur- und Kulturlandschaft des Almbereiches in diesem Tal näher bringen.
Die von den Naturgewalten geformte Landschaft bietet bei genauerer Betrachtung eine Vielzahl an verschiedenen Themen. Davon werden 18 Schwerpunkte aufgegriffen und in der Nähe der Almen mittels Schautafeln und interaktiven Elementen präsentiert. Neben den Besonderheiten betreffend Flora, Fauna und Geologie nimmt auch die Almwirtschaft einen besonderen Platz im Gesamtverlauf des Erlebnisweges ein.
Vom Parkplatz beim Vorderkaser führt ein Almweg über die beiden Almen Mitterkaser und Rableid bis zum 5 Kilometer taleinwärts liegenden Eishof. Beim Vorderkaser beginnend wird zunächst die Geschichte des Pfossentales vorgestellt. Einen Einblick in die Käseherstellung bietet nicht nur die erste Tafel des Almerlebnisweges, sondern vor allem die Schaukäserei beim Vorderkaser. Entlang des Weges geben weitere Einheiten Einblick in verschiedene Überlebensstrategien und Anpassungsformen der lokalen Fauna. Thema sind zudem die Besonderheiten der Kulturlandschaft im Pfossental.
Beim Mitterkaser lädt ein vereinfachtes Modell eines Butterkübels zum Drehen ein. Aufgedruckte Texte und Bilder zeigen, wie aus Milch Butter wird. In einem eigens angefertigten Ringbuch kann man Auszüge aus alten Aufzeichnungen eines Almbuches der Rableidalm und des Mitterkaser nachlesen.
Ein sanierter Waal beim Mitterkaser samt entsprechender Tafel informieren über dieses alte, für den Vinschgauer Sonnenberg typische Bewässerungssystem.
Informationen zur Wiedereinbürgerung des Steinwildes gibt es bei der Rableidalm. Mit dem dort aufgestellten Fernrohr kann man nach den geschickten Kletterern in den Felswänden Ausschau halten. Man kann aber auch einfach nur die Bergwelt rundum genauer betrachten. Daneben wird bei Rableid auch das Phänomen der Kulturfolger dargestellt. Vögel brüten unter Hausdächern statt an Felsenwänden. Sie haben sich an die vom Menschen geschaffenen Strukturen angepasst haben und nutzen diese.
Beim Eishof faszinieren vor allem die besonderen geologischen Gegebenheiten. Interessant ist sicherlich auch das Informationspult. Es zeigt in Text und Bild eine Protestkundgebung im Jahr 1981 gegen den Bau eines Stausees zur Wasserkraftnutzung. Der gesamte Bereich um den Eishof hätte bereits des Öfteren unter den Fluten eines künstlichen Stausees verschwinden sollen.
Den Abschluss des Erlebnisweges bilden Geschichten und Sagen zum Schnals- und Pfossental, die gemütlich im Sitzen gelesen werden können. Die Sitzgelegenheiten laden aber selbstverständlich nicht nur zum Lesen ein. Sie verleiten auch zum kurzen Verweilen und Genießen der einmaligen Bergkulisse des Pfossentals.
Der Almerlebnisweg bildet einen wichtigen Baustein im Bildungsauftrag des Amtes für Natur. Er soll das Bewusstsein für naturkundliche und landschaftliche Zusammenhänge sowie für die Tätigkeit des Menschen in den Schutzgebieten fördern.
Übersichtskarte Almerlebnisweg Pfossental
Naturpark Puez-Geisler
Der Naturerlebnisweg Zans befindet sich im Talschluss von Villnöß. Dieser landesweit erste rollstuhlgerecht angelegte Naturerlebnisweg will Spaziergängern und Wanderern die einzigartige Natur- und Kulturlandschaft des Naturparks Puez-Geisler näherbringen.
Bäuerliche Kulturlandschaft, intakte Wälder und blühende Almwiesen zu Füßen der imposanten Geislerspitzen begleiten die Besucher auf drei Kilometern. Insgesamt 17 Stationen, von denen einige mit Braille-Schrift ausgestattet sind, informieren über die Entstehung und die naturkundlichen Besonderheiten dieses Gebietes.
Vom Parkplatz in Zans führt der Weg über die Piuswiese bis zu einem Wildgehege. Er zieht vorbei am Kalkofen, an der Hütte „Kelderer Wiese“ sowie am Forsthaus und führt zurück zum Parkplatz Zans. Die Steigung beträgt maximal acht Prozent, mehrere Erholungsplätze laden zum Verweilen ein.
Die Namen der Stationen lassen erahnen, was es zu entdecken gibt: „Berge zum Anfassen“, „Konzertsaal Natur“ sind nur zwei Beispiele. Daneben gibt es Informationen über Tiere und Pflanzen. Man erfährt auch einiges darüber, wie der Mensch zum Entstehen der Landschaft im Talschluss von Villnöß beigetragen hat.
Die bei einigen Stationen installierten Holzskulpturen wurden in der geschützten Werkstatt „Der Kirschbaum“ in Bozen angefertigt. Das Blindenzentrum St. Raphael Bozen hat für die Übertragung der Texte in die Braille-Schrift gesorgt.
Übersichtskarte Naturerlebnisweg Zans
Naturpark Fanes-Sennes-Prags
Der als Lärchensteig bekannte Weg zwischen den Höfen Rüdeferia und Rü bildet einen Teil der Naturparkgrenze. Er wurde als Naturerlebnisweg eingerichtet und verläuft oberhalb der Ortschaft San Ciascian/St. Kassian in der Gemeinde Abtei. Interaktive Stationen mit Informationen, Bildern und Spielen ziehen die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. Ausgehend von einem der beiden Höfe kann der Steig in beide Richtungen begangen werden. Der Weg mit einer Länge von etwa einem Kilometer ist wenig anspruchsvoll und daher besonders für Familien mit Kindern geeignet. Er verfügt über zwei Stationen mit allgemeiner und sieben Stationen mit spezifischen Informationen.
Hauptthema des Weges sind die verschiedenen Landschaftstypen, welche durch den extensiven Eingriff des Menschen entstanden sind. Dazu gehören die Lärchenwiesen und -weiden sowie die Wälder und Wasserläufe mit ihren natur- und kulturlandschaftlichen Charakteristiken.
Hauptattraktion des Lärchensteiges ist die Mühle des Hofes Rüdeferia. Diese wurde vom Tourismusverein und der Gemeinde Abtei mit einem finanziellen Beitrag des Amtes für Natur wieder instand gesetzt. Als Baudenkmal ist sie unter Schutz gestellt. Sie funktioniert einwandfrei und kann während der Sommermonate im Rahmen der wöchentlich geführten Wanderungen des Tourismusvereins besichtigt werden.
Übersichtskarte Lärchensteig
Der Naturerlebnisweg rund um den Toblacher See umfasst elf Stationen und lädt Groß und Klein zum Entdecken der Natur ein. Die Besucher erhalten detaillierte Informationen über Flora, Fauna und Geomorphologie des Gebietes. Bei einigen Stationen können die Besucher ihre praktischen Fähigkeiten beweisen. Wem gelingt es, die farbig getarnten Pfosten in der unmittelbaren Umgebung der Station 4 zu entdecken? Diese Herausforderung erinnert an die Tarnung der Tiere. Bei Station 9 ist hingegen Sprungkraft gefragt. Gilt es hier doch, sich mit den Bewohnern des Waldes im Weitsprung zu messen. Wer wird da wohl gewinnen?
Als eines der wenigen noch verbliebenen Feuchtgebiete unseres Landes ist der Toblacher See vor allem bei Vogelfreunden bekannt. Während des Vogelzuges im Frühjahr und im Herbst ist hier so mancher seltene Zugvogel zu beobachten. Der Rundweg ist etwa 2,5 km lang, die Gehzeit beträgt knapp eine Stunde.
Übersichtskarte Naturerlebnisweg Toblacher See
Der etwa eineinhalb Kilometer lange Lehrpfad führt in eine der schönsten Quellfluren unseres Landes. Auf einer großen ebenen Fläche sprudelt es aus vielen Quellmündern. Das Wasser bildet kleine Bäche und staut sich da und dort zu Tümpeln auf. Alle Quellen zusammen werden als Maite-Quelle bezeichnet. Entlang des auf dem Wanderweg Nr. 37 angelegten Lehrpfads befinden sich neun Informationseinheiten zu verschiedenen Aspekten rund ums Thema Wasser.
Tru dal’ega, ladinisch für Wasserweg, ist ein erfrischender Wanderweg. Er führt immer schön am Bach entlang vom Naturparkhaus in St. Vigil bis zu den etwa 40 Quellen Les Fontanes. Diese sprudeln beim Lé dla Crëda/Kreidesee aus dem grünen Waldboden. Der Weg erreicht zudem die Wasserfälle von Ciastlins und die geheimnisvolle Quelle Ega de San Vi. Auf liebevoll gestalteten Schautafeln wird kleinen und großen Wanderern die Vielfalt des Elements Wasser nähergebracht. Man erfährt viel über die Tier- und Pflanzenwelt im Bach und an dessen Ufern.
Übersichtskarte Naturerlebnisweg Tru dal'ega
Naturpark Trudner Horn
Truden ist ein Dorf, reich an Sagen und Legenden. Die Lehrpersonen kamen deshalb zum Entschluss, einen Sagenweg am Forchwaldegg zu gestalten. Kinder und Lehrpersonen der Grundschule Truden Leonhard von Liebener haben die Sagen in Texten zusammengefasst. Sie fertigten Kunstwerke an und haben den Weg mit Geschick und Fantasie gestaltet.
Der Sagenweg ist etwa 2 km lang, wenig anspruchsvoll und besonders für Familien mit Kindern geeignet. Dieser Sagenweg ist ein Gemeinschaftsprojekt der Grundschule Truden Leonhard von Liebener und dem Amt für Natur. Unterstützt wurde die Initiative von der Raiffeisenkasse Deutschnofen-Aldein, der Gemeinde Truden im Naturpark und der Abteilung Forstwirtschaft.
Übersichtskarte Trudner Sagenweg
Der Rundwanderweg startet beim Parkplatz bei der Forststraße Hüttwald, wo sich der Besucher im montanen Fichten-Tannen-Buchenwald befindet. Er wandert vorbei an Infotafeln zu den Themen „heimische Nadelhölzer", „heimische Wildarten" und dem „Weiler Gschnon". Diesem Teilstück entlang wechselt der Besucher in eine gänzlich andere Waldgesellschaft. Der Aussichtpunkt Kanzel wird vom Karbonat-Laubholz-Kiefernwald geprägt, das mediterran beeinflusste Klima im Etschtal macht sich bemerkbar. Der Ausblick ist grandios. Von der Brentagruppe reicht er über Etschtal, Überetsch, Mendelkamm, Texelgruppe und Sarntaler Alpen bis hin zum Reggelberg.
Von hier aus geht der Wanderer wieder ein Stück auf demselben Weg zurück bis zur Abzweigung zur Einkehrmöglichkeit Gstoagerhof. Weiter in Richtung Osten geht es vorbei an einer alten Mühle. Über eine neue Brücke wird der Plentenbach gequert. Die Wanderung führt nun leicht bergauf bis zur Einkehrmöglichkeit Dorfnerhof. Dann geht es weiter in Richtung Süden, vorbei an der Einkehrmöglichkeit Pernter und zurück zum Ausgangspunkt. Dort lädt eine Lärchenwiese zum Verweilen ein.
Die Gesamtlänge der Rundwanderung beträgt 4,5 km, es wird ein Höhenunterschied von 120 m überwunden. Die Gehzeit beträgt ca. 1,5 Stunden.
Übersichtskarte Gschnoner Rundwanderweg
Kennen Sie die Wätscha Hex, die Morèl-Weibelen oder den Carlin de Nantarù? Entdecken auch Sie die Sagen rund um Altrei! 8 Stationen zum Entdecken für Groß und Klein. Der Altreier Sagenweg führt Sie auf ca. 2,5 Kilometer vom Lärchenheim in Altrei zur Sportzone Ebnerrast. Der Sagenweg ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von Gemeinde Altrei, Raiffeisenkasse Deutschnofen-Aldein, Forstbehörde und Amt für Natur. Auch Schülereltern, örtliche Handwerke und viele Freiwillige beteiligten sich an dessen Verwirklichung.
Auf Euer Kommen freut sich die Grundschule Altrei.
Übersichtskarte Altreier Sagenweg
Das idyllische Bergdorf Altrei bietet seit Sommer 2010 das erfrischende Erlebnis einer Kneippanlage. Man kann deren Heilkraft für den eigenen Körper zu nutzen. Der aus Stephansried/Deutschland stammende Priester Sebastian Kneipp (1821-1897) entwickelte ein eigenes Heilungskonzept. Es beruht auf das Ineinanderwirken der fünf Säulen „Inneres Gleichgewicht", „Wasser", „Kräuter", „Bewegung" und „Ernährung" beruht.
Der Erholungsraum in Altrei ist auf einfachem Weg in 10 min. vom Dorfzentrum aus erreichbar. Dazu geht man entlang der Dorfstraße in die Örtlichkeit Padil, vorbei am Hotel Waldheim. Die Wasserwelt befindet sich auf der Anhöhe Sandegg am Weg Nr. 3, der aufs Trudner Horn führt. Fernab von jeglichem Lärm und Hektik ist die Anlage unter mächtigen Lärchen in die Landschaft eingebettet. Ein typischer Speltenzaun verleiht der Wasserwelt den Flair einer Oase der Erholung. Sie bietet Entspannung für Körper und Geist. Der Schlüssel zum Kneipp-Gesundheitsprogramm ist die Selbsterfahrung. Anwendungsbereiche und -zeiten sind dabei auf die eigene Körperreaktion abzustimmen.
Naturpark Drei Zinnen
Ein besonderer Walderlebnisweg mit drei spannenden Erlebnisstationen präsentiert sich den Besuchern im Waldgelände gleich hinter dem Naturparkhaus Drei Zinnen. Es sind dies die WaldWunderWelt, das Keltische Baumhoroskop und das Baumdorf. Der Walderlebnisweg startet beim Naturparkhaus (Parkmöglichkeit) eignet sich für Groß und Klein und ist jederzeit frei und kostenlos zugänglich.
WaldWunderWelt
Die WaldWunderWelt Toblach ist ein Geheimtipp für alle, die gerne spielen, kraxeln, springen und ganz nebenbei etwas lernen wollen. Hier lernt man auf spielerische und interaktive Weise den Lebensraum Wald in seiner Vielfalt besser kennen. Zentrales Element ist eine Plattform aus Holz. Ähnlich einem Baumstumpf mit Wurzeln, führen von dieser Plattform Wurzeläste strahlenförmig ins angrenzende Gelände. Auf der Plattform selbst gibt es Platz zum Rasten und ein Vogelrätsel. Im "Fuchsbau" darunter halten sich Kinder liebend gern auf. Längs der "Wurzeln" gibt es viele Spielmöglichkeiten. An einer "Hochsprunganlage" kann sich jeder am Sprungvermögen verschiedener Tiere messen. Geboten werden u.a. eine "Fischotterrutsche" zum Rutschen, Kletterbäume zum Kraxeln, ein großer "Spechtbaum" zum Hineinschlüpfen sowie ein Barfußpfad.
Die Wurzelausläufer führen zu weiteren Stationen, welche unterschiedlichen Themen des Waldes gewidmet sind. Dazu gehören beispielsweise die verschiedenen Waldbodentypen, die Pilze oder die Spuren von Waldtieren. Ein Vogelnest lädt zum Hineinklettern ein. An der Geologiestation werden die wichtigsten Gesteinstypen im Bereich der WaldWunderWelt und rund um Toblach erklärt.
Baumdorf Toblach
Auf dem Weg von der WaldWunderWelt zurück zum Naturparkhaus gelangt man zu drei großen begehbaren Baumhäusern. Mit dem kleinen Dorfplatz, gemütlichen Sitzbänken und kleinen Info-Bäumen bilden sie ein kleines Dorf mitten im Wald – das Baumdorf Toblach. Warum ist der Wald für das Leben und Überleben in den Bergen so wichtig? Dies erfährt man hier auf unterhaltsame und spielerische Weise. Das erste Baumhaus informiert über das "Leistungswunder Wald", zum Beispiel über die Bedeutung des Waldes für die Sauerstoffproduktion. Es beherbergt ein Waldquiz und ein Photosynthesespiel. Weiters zeigt es Produkte des Hausgebrauchs, deren Zellulosebestandteile nicht oder erst auf den zweiten Blick erkennbar sind. Im zweiten Baumhaus geht es um die Methoden der Waldarbeit und die Holzverarbeitung von früher bis in die heutige Zeit. Im dritten Baumhaus geht es um "Kunst im Wald – Werden und Vergehen". Der Schulverbund Pustertal wird mit Schulklassen aus der Gegend dieses Haus gestalten und für schulübergreifende Zwecke nutzen.
Das Keltische Baumhoroskop
Die dritte Erlebnisstation auf dem Rundweg hinter dem Naturparkhaus richtet sich eher an ein erwachsenes Publikum als an Kinder. Sie greift die Idee des Keltischen Baumhoroskops auf, wie es beispielsweise von Bertram Wallrath* beschrieben wird. Demzufolge werden dem Jahreskreis 21 Bäume mit typischen Charaktereigenschaften zugeordnet. Diese Eigenschaften treffen (angeblich) auch auf die in den unterschiedlichen Baumzeichen geborenen Menschen zu. Im begehbaren Baumhoroskop kann jeder Besucher seinen persönlichen Geburtstagsbaum finden. Stimmen die Eigenschaften des Baumes beziehungsweise des Baumzeichens mit den persönlichen überein? Aus umweltpädagogischer Sicht eignet sich dieser unkonventionelle Zugang zum Thema Baum gut, um Interesse zu wecken und Wissen zu vermitteln. Auch naturkundlich weniger Interessierte werden angesprochen.
- Das Keltische Baumhoroskop: die Bäume und ihre Wirkungsperioden
- 21 Bäume und ihre typischen Charaktereigenschaften
*Wallrath, Bertram (2003): Das Keltische Baum-Horoskop. Magie und Heilkunde der alten Druiden. Reihe BewußtSein. Smaragd Verlag, Woldert.
Literaturhinweis: Das ECHTE Keltische Baumhoroskop, ©Smaragd Verlag 1998, ISBN 3-926374-60-8
LandArt Toblach
Seit Juni 2008 ist der Walderlebnisweg beim Naturparkhaus Drei Zinnen um eine Attraktion reicher. Mehrere Künstler der Gruppe Kunstmyst haben hier auf Anregung des Schulverbundes Pustertal und verschiedener weiterer Partner Landart-Kunstwerke gestaltet. Dazu zählen eine Waldklapperharfe, ein Paradiesbaum und andere mehr oder weniger vergängliche Objekte aus Naturmaterialien. In den kommenden Jahren soll dieses Freilichtatelier von Schülern, Lehrern und Interessierten für Landart-Projekte pädagogisch genutzt werden.
Der Naturerlebnisweg rund um den Toblacher See umfasst elf Stationen. Er lädt Groß und Klein zum Entdecken der Natur ein. Die Besucher erhalten detaillierte Informationen über Flora, Fauna und Geomorphologie des Gebietes. Bei einigen Stationen können die Besucher ihre praktischen Fähigkeiten beweisen. Bei Station 4 gilt es beispielsweise, die farbig getarnten Pfosten in der unmittelbaren Umgebung zu entdecken. Damit wird das Thema der Tarnung der Tiere aufgegriffen. Bei Station 9 ist hingegen Sprungkraft gefragt, wenn man sich mit den Bewohnern des Waldes im Weitsprung misst.
Als eines der wenigen noch verbliebenen Feuchtgebiete unseres Landes ist der Toblacher See vor allem bei Vogelfreunden bekannt. Während des Vogelzugs im Frühjahr und im Herbst ist hier so mancher seltene Zugvogel zu beobachten. Die gesamte Gehzeit des Rundweges beträgt ungefähr zwei Stunden.
Übersichtskarte Naturerlebnisweg Toblacher See
Naturpark Rieserferner-Ahrn
Im Sommer 2003 wurde der Rundweg um den Antholzer See zu einem Naturerlebnisweg umgestaltet. Insgesamt sechzehn Stationen informieren die Besucher über Besonderheiten der Natur und andere interessante Aspekte des drittgrößten See Südtirols.
Gleich am Beginn des Rundweges wird die Sage von der Entstehung des Antholzer Sees erzählt. Am anschließenden kleinen Feuchtgebiet wundern sich die Besucher, dass es auch bei uns Fleisch fressende Pflanzen gibt. Bachsteinhüpfen ist eine Herausforderung an das Gleichgewicht und gefällt besonders den kleinen Besuchern. Die beiden Lauschrohre machen neugierig auf die Bewohner des Waldes, die vor allem im Frühling ausgiebig singen. Weiter geht's mit den Fischen, Baumwurzeln und den Gesteinen des Gebietes. Dazu zählt beispielsweise der Rieserferner-Tonalit, mit dreißig Millionen Jahren das jüngste Gestein des Antholzer Tales.
An der Vogelstation erfährt man Interessantes über einige Vogelarten des Waldes rund um den See.
Die verschiedenen Baumarten werden auf der Südseite des Sees so beschrieben, dass der Besucher sie auch begreifen lernt. Alte Bachnamen werden in Erinnerung gerufen. Auf einem Panoramabild kann man die Namen der verschiedenen Berggipfel vom Hochgall bis zur Ohrenspitze kennenlernen. Den Abschluss bildet das Zapfenwurfspiel, das auch den Erwachsenen eine Portion Spaß garantiert.
Der Rundweg ist ungefähr 3 km lang und nimmt etwa 1,5 Stunden Zeit in Anspruch.
Übersichtskarte Naturerlebnisweg Antholzer See
Auf den Spuren vergangener Zeiten. Das Mühlbacher Talele im Naturpark Rieserferner-Ahrn ist eng mit der Geschichte des Dorfes Mühlbach oberhalb Gais verbunden. Dieser Erlebnisweg soll an Vergangenes erinnern und dazu beitragen, Bestehendes zu bewahren.
Letzte Aktualisierung: 22/07/2025