Zwei Ranger, ein gemeinsames Ziel: Natur und Landschaft schützen

01.09.2026, 14:56

Naturpark Ranger und Südtirol Alto Adige Ranger nehmen unterschiedliche Aufgaben wahr – Land setzt auf Zusammenspiel verschiedener Akteure zum Erhalt der Naturlandschaft

Gemeinsamer Einsatz für den Erhalt der Naturlandschaft (von rechts): Leo Hilpold, Direktor des Landesamtes für Natur, Landesrat Peter Brunner,  Naturpark Ranger Anton Schönberger,  Elisabeth Berger, Koordination Dolomiten UNESCO Welterbe, Südtirol Alto Adige Rangerin Michaela Prister, Martin Rabensteiner, Direktor von Seiser Alm Marketing, und Florian Zerzer, Direktor der Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)
Gemeinsamer Einsatz für den Erhalt der Naturlandschaft (von rechts): Leo Hilpold, Direktor des Landesamtes für Natur, Landesrat Peter Brunner, Naturpark Ranger Anton Schönberger, Elisabeth Berger, Koordination Dolomiten UNESCO Welterbe, Südtirol Alto Adige Rangerin Michaela Prister, Martin Rabensteiner, Direktor von Seiser Alm Marketing, und Florian Zerzer, Direktor der Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)

VÖLS/KASTELRUTH (LPA). Bereits seit 30 Jahren sind sie in Südtirols Schutzgebieten unterwegs: die Naturpark Ranger. Als Fachkräfte der sieben Südtiroler Naturparks betreuen sie auch in diesem Jahr saisonal das Schutzgebietsmanagement und vermitteln in den Naturparkhäusern und in den Naturparks über Umweltbildungsangebote und Projekte naturkundlich-wissenschaftliche Inhalte.

Seit 2026 gibt es zudem das Pilotprojekt der Südtirol Alto Adige Ranger. Sie sind an stark frequentierten Orten präsent und sensibilisieren Besucherinnen und Besucher für das angebrachte Verhalten in Natur und Landschaft, vor allem auch außerhalb der Schutzgebiete.

"Auch wenn sich die Aufgaben von Naturpark Rangern und Südtirol Alto Adige Rangern unterscheiden, das Ziel ist ein gemeinsames: das Verantwortungsbewusstsein von Einheimischen und Gästen für den Lebensraum Südtirol zu stärken und somit einen aktiven Beitrag zum Schutz von Natur und Landschaft zu leisten", unterstreicht der Landesrat für Natur-, Landschaft- und Umweltschutz Peter Brunner. Beide Rollen – das Vermitteln von Inhalten in den Naturparks und die direkte Sensibilisierung für angemessenes Verhalten an neuralgischen Punkten - würden sich ergänzen.

Bei einem Treffen am 31. August im Landschaftsschutzgebiet Seiser Alm tauschte sich Landesrat Brunner mit Naturpark Ranger Anton Schönberger, Südtirol Alto Adige Rangerin Michaela Prister und mit dem Direktor von Seiser Alm Marketing Martin Rabensteiner aus. Mit dabei waren auch Florian Zerzer, Direktor der Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung, Leo Hilpold, Direktor des Landesamtes für Natur, und  Elisabeth Berger, Koordination Dolomiten UNESCO Welterbe in der Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung. 

Pilotprojekt "Südtirol Alto Adige Ranger" erfolgreich angelaufen

Die Südtirol Alto Adige Ranger sind eine koordinierte Antwort auf neue Herausforderungen an stark frequentierten Orten. "In den vergangenen Jahren hat sich in einigen Gebieten der Besucherandrang stark erhöht und immer öfter hat der Besucher wenig Affinität zur Berglandschaft", berichtet Florian Zerzer, Direktor der Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung. "Aus diesem Grund informieren die Südtirol Alto Adige Ranger direkt vor Ort und sensibilisieren für angemessenes Verhalten. Die ersten Erfahrungen des Pilotprojektes zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind."

In der Sommersaison 2026 sind insgesamt 15 Südtirol Alto Adige Ranger an stark frequentierten Orten im Einsatz und ergänzen so die Arbeit der Naturpark Ranger. Wie Elisabeth Berger, Koordination Dolomiten UNESCO Welterbe in Südtirol, erklärt, wird mit dem Pilotprojekt ein neuer Ansatz verfolgt: "Im Unterschied zur früheren Praxis, bei der einzelne Tourismusorganisationen Mitarbeiter für die Besuchersensibilisierung und -information einstellten und jeder für sich handelte, erfolgt nun die Koordination durch die Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung: Das bedeutet, dass es heuer eine einheitliche, 2,5-tägige Schulung durch Fachexperten für die Südtirol Alto Adige Ranger gegeben hat, sie nun untereinander vernetzt sind, mit den Naturparkhäusern und den Forststationen zusammenarbeiten und durch eine einheitliche Bekleidung erkennbar sind."

Laut Martin Rabensteiner, Direktor von Seiser Alm Marketing, sind die ersten Erfahrungen durchwegs positiv: "Die Präsenz der Südtirol Alto Adige Ranger ist ein Mehrwert: Sie leisten einerseits wichtige Sensibilisierungsarbeit bei den Gästen, andererseits helfen uns ihre Rückmeldungen, gezielte Maßnahmen in die Wege zu leiten."

Neuerung bei den Naturpark Rangern

Auch im Bereich der Naturpark Ranger gibt es eine wichtige Neuerung. Anstelle von bisher 22 saisonalen Stellen werden sieben Ganzjahresstellen, jeweils eine pro Naturpark, geschaffen. "Damit möchten wir den wachsenden Anforderungen an Umweltbildung und Schutzgebietsmanagement gerecht werden. Die Hauptaufgabe der Naturpark Ranger ist die Vermittlung zwischen Natur und Mensch", betont Leo Hilpold, Direktor des Landesamtes für Natur. "Der Schwerpunkt der Bildungsarbeit liegt künftig in der ganzjährigen, intensiven Umweltbildung für die heimische Bevölkerung und für die Schulen. Auch können wir so eine zeitgemäße digitale Kommunikation sowie ein professionelles Schutzgebietsmanagement sicherstellen." Zudem erhöhe sich damit die Attraktivität der Stellen für qualifiziertes Personal erheblich und der Verwaltungsaufwand könne reduziert werden.

red/mpi

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